Ausdruck von www.tamsweg.info am 23.05.2013
© 2013 http://www.tamsweg.info
Die Marktgemeinde Tamsweg, auf 1.024 Meter Seehöhe gelegen,
ist Bezirkshauptort und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Lungaus, welcher der südlichste Gau des Bundeslandes Salzburg ist. Tamsweg liegt im östlichen Lungauer Becken in einem breiten Talkessel am Zusammenfluß von Mur, Taurach sowie dem Leißnitzbach, umrahmt von der Gebirgskette der Niederen Tauern, unmittelbar an der Landesgrenze zur Steiermark.
Urkundlich wird Tamsweg erstmals um ca. 1165 erwähnt. Durch die Wallfahrtskirche St. Leonhard, die in den Jahren 1428 bis 1433 erbaut wurde, erlangte Tamsweg als Wallfahrtsort einen hohen Bekanntheitsgrad, der weit über die Grenzen Österreichs hinaus reicht. In den Jahren 1935 - 1939 wurden die damals selbständigen Gemeinden Tamsweg, Haiden, Lasaberg, Mörtelsdorf, Sauerfeld, Seetal und Wölting zur heutigen Großgemeinde Tamsweg, die sich nunmehr über 117 km² erstreckt, eingemeindet.
Die Einwohnerzahl ist seit einem Jahrhundert ständig gestiegen. Insbesonders im letzten Jahrzehnt hat die Einwohnerzahl sprunghaft zugenommen. Lebten um 1870 2.614 Menschen hier, waren es im Jahr 1950 bereits 3.959 Tamsweger/innen. Heute zählt die Gemeinde ca. 6.000 ständige Einwohner. Tamsweg als Bezirkshauptort ist Sitz nahezu sämtlicher Ämter und Behörden. Zudem bestehen in Tamsweg acht verschiedene Schultypen, wodurch der Hauptort das Prädikat einer "Schulstadt" erwarb. Der allgemeine Wirtschaftsstrukturwandel der vergangenen Jahrzehnte ist auch in Tamsweg sichtbar vollzogen worden. Dabei wurde insbesondere eine Entwicklung von der Agrargesellschaft hin zur dienstleistungsorientierten Gesellschaft vollzogen. Als Hauptwirtschaftszweige sind heute die Sparten Holzverarbeitung, Bauwirtschaft, Dienstleistung, sowie Landwirtschaft und Fremdenverkehr anzusehen. Die Betriebsstruktur ist gekennzeichnet von Klein- und Mittelbetrieben. Durch die Schaffung von neuen Gewerbeflächen, die sofort verfügbar sind, wurden in den letzten Jahren bereits Vorbedingungen geschaffen, die die Ansiedlung von größeren Betriebsstrukturen in Tamsweg zuläßt.
Tamsweg im Lauf der Zeit
15 v. Chr.
kamen die Römer in den Lungau
um 600
drangen
die Slawen in den Lungau
um 700
erfolgte die Landnahme durch die Baiern
um 1165
scheint Tamsweg erstmals als Taemswich in einer Urkunde
auf
1246
kaufte der Salzburger Erzbischof Eberhard II. von den Herren
von Pettau den ganzen lungauischen Besitz und schenkte die Kirche und
den halben Markt dem Domkapitel von Salzburg
1348
wurde erstmals ein Schulmeister erwähnt
1433
erfolgte
die Erbauung der Wallfahrtskirche St. Leonhard und somit ein großer
Aufschwung des Marktes
1480
wurde Tamsweg in den Kämpfen des
Erzbischofs Bernhard von Rohr und König Matthias Carvinus von Ungarn
gegen Kaiser Friedrich III. von ungarischen Söldnern besetzt und von den
kaiserlichen Truppen gebrandschatzt und geplündert
1571
Niederlassung
und Errichtung einer Residenz der Freiherren von Kuenburg
1587
erhielt Tamsweg durch Erzbischof von Kuenburg ein Marktwappen
1644
wurde ein Kapuzinerkloster erbaut
1670
übersiedelte das Archidiakonat (Dekanat) von Mariapfarr nach
Tamsweg
ab 1700
betrieben die Bürger von Tamsweg einen regen Eisen- und
Salzhandel, der mehr als 200 Jahre eine bedeutende Einnahmequelle für
Tamsweg war
1737-1741
wurde die heutige Pfarrkirche erbaut und der
"Vereinigte" von Tamsweg gegründet
1742
vernichtete ein Großbrand 44 Häuser
1791
verlegte Erzbischof Coloredo das Pflegschaftsgericht von
Moosham nach Tamsweg und ließ das aufgelassene Kapuzinerkloster in ein
Amtsgebäude umbauen
1797
besetzten französische Truppen
Tamsweg und erlegten dem Markt neben der Requirierung von 222 Ochsen und
einer Menge von Lebens- und Futtermitteln, eine "Brandschatzung" von
4.518 Gulden in Gold und Taler auf
1834
fand zum erstenmal das Wasserscheibenschießen am Prebersee
statt
1894
wurde die Murtalbahn eröffnet
1897
erfolgte der Bau
eines Elektrizitätswerkes sowie einer Hochdruckwasserleitung.
Das
Kronwirtshaus wurde zum Rathaus umgebaut (siehe Bild oben)
1908
wurde
das Krankenhaus eröffnet
1936
Zusammenschluß der sechs
Landgemeinden zu einer Großgemeinde von 117 km²
1945
besetzten
die Engländer Tamsweg und errichteten bis zur Eingliederung in die
amerikanische Besatzungszone nächst dem Markte einen Internierungsraum
für 72.000 Wehrmachtssoldaten.
18.000 mitgenommene Pferde fraßen die
Felder buchstäblich kahl.
Im Zweiten Weltkrieg hatte Tamsweg 202
Gefallene zu beklagen.
1954 - 1955
Neubau der Hauptschule
Tamsweg-Lasabergweg
1955
Errichtung der
Landes-Landwirtschaftsschule Tamsweg
1960 - 1961
Errichtung
eines Seniorenheimes
1962
Neubau der Volksschule Sauerfeld
1964
Neubau
der Volksschule Tamsweg mit Sonderschule
1967 - 1969
Errichtung
des Hallenbades mit Sauna und Freibad sowie Ausbau der Sportanlagen
1970
- 1974
Errichtung der Bundesschulen mit Bundesgymnasium,
Handelsakademie und Handelsschule
1973 - 1974
Errichtung eines
Erweiterungsbaues für die Hauptschule Tamsweg-Lasabergweg und den
Polytechnischen Lehrgang
1974 - 1975
Neubau des Postamtes
Tamsweg
1977 - 1978
Errichtung eines Erweiterungsbaues für das
A.ö. Krankenhaus Tamsweg (Ausbau als Standardkrankenhaus mit 4
bettführenden Abteilungen)
1980 - 1981
Erweiterung des
Friedhofes mit Errichtung einer Aufbahrungshalle
1984 - 1985
Neubau
eines Amtsgebäudes für das Arbeits- und Vermessungsamt
Neubau der
Hauptschule Tamsweg-Sportzentrum
1985 - 1986
Errichtung der
Jakob Strucker-Kaserne in Tamsweg
1987
Abschluß der
Generalsanierung der Volks- und Sonderschule Tamsweg
1988 - 1989
Neugestaltung
des Marktplatzes
Baubeginn Ausbau der Preberstraße
1989 -
1991
Neubau eines Feuerwehrhauses
1990
Eröffnung des
Altstoff-Sammelhofes
1991 - 1993
Neu- und Erweiterungsbau des
A.ö. Krankenhauses Tamsweg
Shulsanierungen (Volksschule Sauerfeld,
Volksschule Seetal, Hauptschule Tamsweg-Lasabergweg)
1993
Ausweisung
des Gewerbegebietes Litzelsdorf
1993 - 1994
Sanierung des
Altbaues des A.ö. Krankenhauses Tamsweg
Grundkauf für Wohnbau in der
Dechantsiedlung und Beginn der Bebauung
1993 - 1995
Beginn mit dem Bau einer Tiefgarage
1994
- 1995
Renovierung der Pfarrkirche Tamsweg
1995
Erweiterung
des Friedhofes
1995 - 1996
Errichtung eines
Biomassefernheizwerkes (EU-Demonstrationsprojekt)
1996
Sonderpreis
für Tamsweg beim "Europ. Dorferneuerungspreis 1996"
1997
Tamsweg
wird Bundessieger beim Klimabündniswettbewerb "Ferienklima" und erhält
die Auszeichnung "Klimafreundlichste Gemeinde Österreichs"
1997 - 1999
Generalsanierung des Hallen- und Freibades Tamsweg
2000
Erweiterung des Friedhofes Tamsweg
2001
Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Jakob
Fertigstellung
der Sanierung u. Erweiterung des Seniorenwohnheimes St. Barbara
2002
Errichtung eines Erweitungsbaues für die Berufschule Tamsweg
2003
Fertigstellung der Rathaussanierung
2004
Eröffnung des Radwegteilstückes Tamsweg - Ramingstein
Zu-
und Umbau der Sonderschule Tamsweg
Errichtung des Vereinshaus Wölting
2007
Renovierung
des Marktplatzes
