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Der Tamsweger Leonhardiritt

Das Jahr ist schon weit fortgeschritten und Allerheiligen ist auch schon vorbei. Vor Beginn des Winters, wenn alle bäuerlichen Arbeiten auf den Wiesen und Feldern erledigt sind, wird am 6. November - dem Leonharditag - oder am darauffolgenden Sonntag zu Ehren des Kirchenpatrones der Wallfahrtskirche Sankt Leonhard der Tamsweger Leonhardiritt abgehalten.

An diesem Tag versammeln sich die Teilnehmer am Eingang von Tamsweg und nehmen Aufstellung. Als erstes reiten die Klöcker der Reitergruppe Ermannsdorf, dann marschiert die örtliche Musikkapelle, gefolgt von der Reitergruppe Tamsweg und dann folgen die festlich geschmückten ländlichen Reiter aus dem Lungau und den angrenzenden Regionen. Den Abschluss bilden die Festgespanne auf denen der Komissär der Vereinigten zu Tamsweg, der Bürgermeister und auch die hohe Geistlichkeit zu sehen ist.

Häufig pfeift schon ein scharfer Tauernwind während der Prozession durch die Gassen von Tamsweg, auch aufgewirbelte Schneeflocken sich am Leonharditag im Lungau keine Seltenheit. Wenn es das Wetter und die Bodenverhältnisse des Leonhardsweges zulassen führt die Prozession hinauf zu Leonhardskirche auf den Leonhardsberg, oder man bleibt am Talboden auf der Festwiese. Der Pfarrer segnet die Pferde, damit der Herrgott gnädig die Tiere vor Unglück und Seuchen bewahre.

Nach der Pferdesegnung wird wieder gemeinsam durch Tamsweg geritten und gefahren, bis sich der Zug auf der Zinsbrücke wieder auflöst.  In den Stall zurückgekehrt, bekommen die Pferde an diesem Tag eine Extraration. Die Reiter treffen sich nachher meist alle wieder in Tamsweg und lassen den Tag in geselliger Runde ausklingen.


Impressionen vom Leonhardiritt in Tamsweg