Platzkonzert

Dorfmusik Wölting

Am 24. Juli 2019 fand um 19:00 Uhr das Platzkonzert der Dorfmusik Wölting am Marktplatz in Tamsweg statt. Es war ein toller musikalischer Abend!

Das nächste Platzkonzert mit den “Lungauer Blasmusikanten” findet am 07.08.2019 statt.


Hier finden Sie kurze Informationen über die Dorfmusik Wölting:
Seit dem Jahr 1929 ist die Dorfmusik Wölting nicht mehr aus dem Jahreskreislauf in Wölting wegzudenken. Hauptaufgabe der Dorfmusik ist es, diverse Veranstaltungen im Dorf zu umrahmen. Dies reicht von der Kameradschaftsführerwahl am 2. Samstag in der Fastenzeit bis zum Weihnachtsblasen am Dorfplatz am Heilig Abend. Das Gonesrennen am Ostermontag ist jedes Jahr ein Veranstaltungshöhepunkt in Wölting. Alljährlich im Mai wird eine Maiandacht bei der Poppenkapelle mitgestaltet. Wenn in Wölting ein Maibaum durch den Löschzug aufgestellt wird, darf die Dorfmusik beim Steigen und Umschneiden natürlich auch nicht fehlen. Die Umrahmung der Samsonumzüge ist für die Dorfmusik Wölting eine große Ehre. Der musikalische Höhepunkt ist ein jährlich abgehaltenes Konzert. Am bekanntesten ist wohl der traditionelle Wöltinger Marsch, vom Gründer der Dorfmusik, Anton Bayer sen., vlg. Lenzen Toni, welcher bei keiner Ausrückung fehlen darf. Die Ausrückung im Lungauer Schalk und Lederhose ist für Einheimische und Gäste immer wieder eine besondere Augenweide. 

Die Vereinigten zu Tamsweg

Die Vereinigten zu Tamsweg sind eine Bruderschaft, welche alle ihre Mitglieder zusammenführt und vereint, mit dem Ziel, alles zu tun, um das gegenseitige Verstehen zu fördern und zu wahren, Gott zu achten, um dem Wohle unserer Heimat Tamsweg zu dienen. So lautet ein Leitspruch der Vereinigten, die 1737 als Bruderschaft von drei Tamsweger Bürgern – vom Riemer Johann Georg Kopfmüller, dem Binder Jakob Ferner und dem Weißgerber Johann Josef Löcker – gegründet wurde.

Die Bestimmung war, alle jene Tamsweger Gewerbetreibenden, die zu keiner Tamsweger Handwerksinnung (Zunft) gehörten, zu vereinen und jeweils am ersten Dienstag nach Fronleichnam einen feierlichen Jahrtag abzuhalten. Dabei waren sowohl die Einverleibungsgebühr, das Auflagegeld und sonstige Verpflichtungen der Mitglieder besonders bei Beerdigungen von Mitbürgern genau geregelt. Die heute gültigen Statuten und Richtlinien der Gemeinschaft stammen im Wesentlichen aus dem Jahr 1767 und wurden 1786 wiederum erneuert. Der Jahrtag wurde ab dieser Zeit auf einen “anderen schicklichen Tag”, welcher heute meist in der 2. Hälfte des Monats Jänner fällt, verlegt. War der ursprüngliche Zweck ein praktischer und religiöser, so gesellte sich zunehmend auch die Pflege der Geselligkeit hinzu. Wir finden heute während einer ganzen Woche im Jänner, in der die sogen. “Vereinigtenoktav” abgehalten wird, altes Brauchtum mit feierlichem Gottesdienst am Jahrtag, die alle drei Jahre stattfindende feierliche Einweihung eines neuen Kommissärs und den mit dieser Wahl verbundenen Festumzug, sowie strenge Regeln der Vereinigten und humorvolles Treiben eng miteinander verbunden.

Das Vereinigtenjahr beginnt am Neujahrtag mit dem “Andingen”. Hier wird jedes 3. Jahr ein neuer Kommissär, der den Vereinigten über 3 Jahre hindurch vorsteht, gewählt und ferner der Ablauf der Vereinigtenoktav festgelegt.
Die Wahl des Kommissärs findet im feierlichen Rahmen statt.
Die Festwoche beginnt mit der sogenannten Vesper am Montagabend. Der eigentliche Jahrtag wird am Dienstag mit einem festlichen Gottesdienst und dem gemeinsamen Bruderschaftsmahl sowie anschließendem “Hausieren” und einem abendlichen Ball begangen. Am Mittwoch findet der sogenannte “Maschgera” statt, an dem sich verschiedenste Gruppen durch den Ort begeben und einstudierte Darbietungen zum Besten geben. Am Donnerstag wird der “gestrige Tag” gesucht. Am Freitag findet das sogenannte “Geldbeutel waschen” statt. Mit diesem Tage endet die Vereinigtenwoche.
 
Die Vereinigtenoktav endet am ersten Samstag in der Fastenzeit mit dem alljährlichen “Abroaten”.
 
Die Vereinigten zu Tamsweg sind die älteste Bruderschaft Österreichs. Vor mehr als 250 Jahren gegründet, wird der Vereinigte nach althergebrachtem Ritual alljährlich abgehalten.

https://vereinigten.tamsweg.at

Prangtage

“Prangtage” sind katholische Feiertage, bei denen das Sakrament der Eucharistie in einem feierlichen Umzug verehrt wird. Mittelpunkt dieser Prozession ist die Hostie, die vom Priester in einem kostbaren Gefäß (“Monstranz”) getragen wird. Nach katholischem Glauben ist in der Hostie Jesus Christus gegenwärtig, der so als Mitte der Glaubensgemeinschaft nicht nur in der Kirche, sondern in unserem ganzen Leben segensreich da ist.

Solche Prozessionen gibt es seit dem Mittelalter und sind vor allem in der Zeit der Gegenreformation zu besonderer Prachtentfaltung gelangt – damals sind auch Theaterwägen mit biblischen Szenen sowie im Lungau die Samsonfiguren Teil des Umzugs gewesen. Heute beteiligen sich Musikkapelle und Traditionsvereine an den Prozessionen. In Tamsweg sind das Fronleichnamsfest (zweiter Donnerstag nach Pfingsten), der Sonntag nach Fronleichnam als traditionellem Festtag der Leonhards-Bruderschaft, sowie der Sonntag, der dem Fest des Kirchenpatrons, des Hl. Jakobus (25. Juli), am nächsten ist, Prangtage.

Dr. Markus Danner

Der Samson

Wahrzeichen des Lungaus

Der Samson ist seit 1635 dokumentarisch belegt und symbolisiert eine alttestamentarische Figur mit übermenschlichen – in seinen langen Haaren liegenden – Kräften. Er stellt den Kampf der Juden gegen die Philister dar, wonach er mit einem Eselskinnbacken bei Lehi 1000 Philister erschlagen hat. Die meisten der Figuren tragen einen solchen Kieferknochen als Symbol der Stärke bei sich. Viele Mythen, Legenden und Vermutungen ranken sich um die Riesenfigur aus dem Salzburger Lungau. Bereits 2010 wurde das Samsontragen in das UNESCO-Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich eingetragen.

Der Samson ist bis zu 6,5 m hoch und wiegt rund 85 kg. Im inneralpinen Raum gibt es zwölfdieser Samsonfiguren, zehn Samsone davon im Lungau (Mariapfarr, Mauterndorf, Muhr, Ramingstein, St. Andrä, St. Margarethen, St. Michael, Tamsweg, Unternberg und Wölting) und zwei in der angrenzenden Steiermark (Krakaudorf und Murau).

Diese biblische Heldenfigur ist das Wahrzeichen des Salzburger Lungaus. Deshalb wird er bei Festen gerne gezeigt. Er wird auf den Schultern eines starken Junggesellen getragen, der das Gewicht der Reisenfigur mittels eines Gerüstes im Inneren des hohlen Körpers geschickt zu balancieren weiß. Die Faszination der Riesen packt Jung und Alt sowie Einheimische und Gäste genauso.

Nikolaus & Krampus im Schlosspark

Seid ihr denn auch immer alle brav gewesen? Am 05. Dezember war der heilige Nikolaus mit seinen treuen Begleitern den Krampussen zu Besuch beim Adventmarkt im Schlosspark Tamsweg. Die Kinder durften Fotos mit dem Nikolaus machen. Der ein oder andere „mutige“ hat auch ein Foto mit dem Krampus gemacht. Da alle Kinder das Jahr über „meistens“ brav waren, hatte der heilige Nikolaus für jedes Kind eine Überraschung mit. Der heilige Nikolaus und seine Krampus Schar verabschiedeten sich wieder bis zum nächsten Jahr.

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