Prangtage

“Prangtage” sind katholische Feiertage, bei denen das Sakrament der Eucharistie in einem feierlichen Umzug verehrt wird. Mittelpunkt dieser Prozession ist die Hostie, die vom Priester in einem kostbaren Gefäß (“Monstranz”) getragen wird. Nach katholischem Glauben ist in der Hostie Jesus Christus gegenwärtig, der so als Mitte der Glaubensgemeinschaft nicht nur in der Kirche, sondern in unserem ganzen Leben segensreich da ist.

Solche Prozessionen gibt es seit dem Mittelalter und sind vor allem in der Zeit der Gegenreformation zu besonderer Prachtentfaltung gelangt – damals sind auch Theaterwägen mit biblischen Szenen sowie im Lungau die Samsonfiguren Teil des Umzugs gewesen. Heute beteiligen sich Musikkapelle und Traditionsvereine an den Prozessionen. In Tamsweg sind das Fronleichnamsfest (zweiter Donnerstag nach Pfingsten), der Sonntag nach Fronleichnam als traditionellem Festtag der Leonhards-Bruderschaft, sowie der Sonntag, der dem Fest des Kirchenpatrons, des Hl. Jakobus (25. Juli), am nächsten ist, Prangtage.

Dr. Markus Danner

Hasenöhrl

Einfach nur guat – die Lungauer Hasenöhrl

Da gehören sie einfach dazu – die Lungauer Hasenöhrl. Am besten schmecken sie heiß – mit Sauerkraut oder auch süß mit Marmelade oder Staubzucker.

Rezept:

Zutaten für 4 Personen: 400 g Weizenmehl, 100 g Roggenmehl, ein Ei, 70 g Butter, Prise Salz, 1/4 Liter Milch.

Die Teig-Zubereitung

Milch und Butter in einen Topf geben; gemeinsam erhitzen, so lange, bis die Butter geschmolzen ist. Das Weizen- und das Roggenmehl in eine Küchenmaschine geben; die Prise Salz hinzugeben; das Ei aufschlagen und auf einer Seite des Küchenmaschinen-Topfes hineingeben. Auf der anderen Seite die heiße Milch mit der geschmolzenen Butter hineinschütten (Wichtig: “Nicht über das Ei leeren, weil sonst wird es eine Eierspeis!”). Die Masse so lange rühren lassen, bis sich der Teig löst. Löst sich der Teig, diesen in ein Behältnis geben und zum Abkühlen eine halbe Stunde bis Stunde rasten lassen. Nach dieser Wartezeit den Teig mit dem Nudelholz auf eine Dicke von 3 bis 4 Millimeter ausrollen. Ein Tipp: Die Arbeitsfläche erst mit Mehl bestreuen, damit der Teig nicht kleben bleibt. Den ausgerollten Teig je nach Belieben in zirka 8×12 cm große Vierecke schneiden.

Das Herausbacken

Rapsöl oder Butterschmalz auf zirka 170 Grad Celsius erhitzen. Um zu wissen, wann die 170 Grad erreicht sind, wendet man den Kochlöffel-Trick an: Dazu einen Holzkochlöffel ins Öl halten; steigen Bläschen auf, dann hat das Öl in etwa 170 Grad. Die Hasenöhrl anschließend ins heiße Öl legen und herausbacken. Dabei mit einem Kochlöffel die Hasenöhrl fortwährend mit Öl übergießen, damit diese schön aufgehen und nicht flach bleiben. Das so lange machen, bis die Hasenöhrl goldbraun sind. Die Hasenöhrl mit einer Zange aus dem Öl nehmen und zum Abtropfen auf ein mit Küchenpapier belegtes Blech legen. Fertig. Die Hasenöhrl mit Sauerkraut oder alternativ mit Staubzucker servieren. Mahlzeit! – Rezept by Martin Gruber

Bauernherbst

Echt und unverfälscht

Wenn Tamswegs Bauern ihre Ernte einbringen und die frischen Produkte zu Geselchtem, Bauernkäse oder fruchtigem Obstler veredeln, hat im Salzburger Land eine besondere Zeit begonnen… der Bauernherbst. Brauchtum und überlieferte Kultur in seiner ursprünglichen Form erleben. Gemeinsam mit den Tamsweger Bauern die traditionellen Feste feiern und ländliches Handwerk kennenlernen. Bei den Wirten herbstliche Spezialitäten nach Omas’s Rezeptbuch verkosten oder bäuerliche Produkte direkt ab Hof probieren und regionale Köstlichkeiten mit nach Hause nehmen.

„Traditionelles Schöpsessen mit Livemusik“

Das „Schofaufbratln“ ist bei uns im Lungau Tradition. Wie schon im vorigen Jahr findet heuer auch wieder das traditionelle „Schöpsessen mit Livemusik“ statt. Der Auftakt für diese Veranstaltung fand gestern am Abend beim Karlwirt in Lintsching statt. Fritz und Franz die beiden Vollblut Musikanten unterhielten die Gäste mit ihren musikalischen Darbietungen. Das Schöpserne wurde gemeinsam mit „Eachtling“ (Kartoffeln), „Grantn“ (Preiselbeeren), „Krenkoch“ (Meerrettich-Koch) und „Krautsalat mit Speck“ serviert. Es war einfach köstlich. Lassen Sie sich dieses Event nicht entgehen. Hier finden Sie alle Termine zum „Traditionellen Schöpsessen mit Livemusik“. …

Weiter Termine finden Sie hier …

Schafaufbratln

Typisch für den Bauernherbst im Lungau ist das “Schafaufbratln”. Ein Schaf, das den Sommer über auf der Alm geweidet hat, wird für das Schafbratl bzw. im Dialekt “Schöpsernes” bevorzugt. Serviert wird es mit mitgebratenen Eachtling (Kartoffeln), Krenkoch (Meerrettich) und Grantn (Preiselbeeren).

Typisch für den Bauernherbst im Lungau ist das “Schafaufbratln”. Ein Schaf, das den Sommer über auf der Alm geweidet hat, wird für das Schafbratl bzw. im Dialekt “Schöpsernes” bevorzugt. Serviert wird es mit mitgebratenen Eachtling (Kartoffeln), Krenkoch (Meerrettich) und Grantn (Preiselbeeren).

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