Gstodermesse

Heilige Messe am Berg

Am Sonntag, 14. Juli, fand wieder die alljährliche Bergmesse beim Almkreuz am Gstoder statt. Danach herrschte wie gewohnt gemütliches sowie lustiges Treiben bei den Gstoderhütten. Anbei findet ihr einige Fotos. (Fotos by Michael Fuchsberger)

Dorferhütte (1.655 m) – Von Tamsweg geht es mit dem Bus oder dem PKW in Richtung Seetal. Die Wanderung führt vom Seetaler Ortsteil “In der Stadt” (Volksschule) auf markiertem Almweg zum Fahrweg, der in mehreren Kehren zu den Seetaler Hütten führt, wo auch die Dorferhütte auf 1.655m Seehöhe liegt. Als Alternative bietet sich eine Wanderung ab dem Gasthof Klausnerwirt an. Von dort in Richtung Gstoder, über den blau markierten Weg zur Ruine Klausegg und anschließend durch den Wald bergwärts zu den Seetaler Hütten.

Prangtage

“Prangtage” sind katholische Feiertage, bei denen das Sakrament der Eucharistie in einem feierlichen Umzug verehrt wird. Mittelpunkt dieser Prozession ist die Hostie, die vom Priester in einem kostbaren Gefäß (“Monstranz”) getragen wird. Nach katholischem Glauben ist in der Hostie Jesus Christus gegenwärtig, der so als Mitte der Glaubensgemeinschaft nicht nur in der Kirche, sondern in unserem ganzen Leben segensreich da ist.

Solche Prozessionen gibt es seit dem Mittelalter und sind vor allem in der Zeit der Gegenreformation zu besonderer Prachtentfaltung gelangt – damals sind auch Theaterwägen mit biblischen Szenen sowie im Lungau die Samsonfiguren Teil des Umzugs gewesen. Heute beteiligen sich Musikkapelle und Traditionsvereine an den Prozessionen. In Tamsweg sind das Fronleichnamsfest (zweiter Donnerstag nach Pfingsten), der Sonntag nach Fronleichnam als traditionellem Festtag der Leonhards-Bruderschaft, sowie der Sonntag, der dem Fest des Kirchenpatrons, des Hl. Jakobus (25. Juli), am nächsten ist, Prangtage.

Dr. Markus Danner

Hasenöhrl

Einfach nur guat – die Lungauer Hasenöhrl

Da gehören sie einfach dazu – die Lungauer Hasenöhrl. Am besten schmecken sie heiß – mit Sauerkraut oder auch süß mit Marmelade oder Staubzucker.

Rezept:

Zutaten für 4 Personen: 400 g Weizenmehl, 100 g Roggenmehl, ein Ei, 70 g Butter, Prise Salz, 1/4 Liter Milch.

Die Teig-Zubereitung

Milch und Butter in einen Topf geben; gemeinsam erhitzen, so lange, bis die Butter geschmolzen ist. Das Weizen- und das Roggenmehl in eine Küchenmaschine geben; die Prise Salz hinzugeben; das Ei aufschlagen und auf einer Seite des Küchenmaschinen-Topfes hineingeben. Auf der anderen Seite die heiße Milch mit der geschmolzenen Butter hineinschütten (Wichtig: “Nicht über das Ei leeren, weil sonst wird es eine Eierspeis!”). Die Masse so lange rühren lassen, bis sich der Teig löst. Löst sich der Teig, diesen in ein Behältnis geben und zum Abkühlen eine halbe Stunde bis Stunde rasten lassen. Nach dieser Wartezeit den Teig mit dem Nudelholz auf eine Dicke von 3 bis 4 Millimeter ausrollen. Ein Tipp: Die Arbeitsfläche erst mit Mehl bestreuen, damit der Teig nicht kleben bleibt. Den ausgerollten Teig je nach Belieben in zirka 8×12 cm große Vierecke schneiden.

Das Herausbacken

Rapsöl oder Butterschmalz auf zirka 170 Grad Celsius erhitzen. Um zu wissen, wann die 170 Grad erreicht sind, wendet man den Kochlöffel-Trick an: Dazu einen Holzkochlöffel ins Öl halten; steigen Bläschen auf, dann hat das Öl in etwa 170 Grad. Die Hasenöhrl anschließend ins heiße Öl legen und herausbacken. Dabei mit einem Kochlöffel die Hasenöhrl fortwährend mit Öl übergießen, damit diese schön aufgehen und nicht flach bleiben. Das so lange machen, bis die Hasenöhrl goldbraun sind. Die Hasenöhrl mit einer Zange aus dem Öl nehmen und zum Abtropfen auf ein mit Küchenpapier belegtes Blech legen. Fertig. Die Hasenöhrl mit Sauerkraut oder alternativ mit Staubzucker servieren. Mahlzeit! – Rezept by Martin Gruber

Cassandra

Cassandra, die Hüterin längst in Vergessenheit geratener Schicksale, führt junge Besucher durch den Passeggenwald.
Auf einer spannenden Reise durch das 17. Jahrhundert lernen Schüler und Schülerinnen die Zeit der Hexenverfolgung im Lungau kennen.
Neben Fakten aus einem der dunkelsten Themen der Heimatkunde erfahren die Kinder auch Wissenswertes über Schwarze und Weiße Magie, wobei der eine oder andere Zauber auch selbst ausprobiert werden darf.

Anmeldung erforderlich: +43 676 7022369

Cassandra

Waldhexe Wurzi

Wurzi, die Waldhexe, führt Familien auf einer kinderleichten Wanderung durch den zauberhaften Passeggenwald.
Auf einer fantasievollen Reise durch die Welt der Wald-, Wetter- und Kräuterhexen lernen auch die Kleinsten die Welt der Naturgeister kennen.
Neben Geschichten über Zauberer, Wichtel und Elfen darf natürlich auch der eine oder andere Zauberspruch zum Selber-Ausprobieren nicht fehlen!

Aber Vorsicht: Nur diejenigen, die Wurzis Mutprobe bestanden haben, dürfen sich mit ihr auf den Weg machen!

Anmeldung erforderlich: +43 676 7022369

Die kleine Hexe Wurzi

Ich freue mich schon riesig auf euch! Eure Waldhexe Wurzi

Der Samson

Wahrzeichen des Lungaus

Der Samson ist seit 1635 dokumentarisch belegt und symbolisiert eine alttestamentarische Figur mit übermenschlichen – in seinen langen Haaren liegenden – Kräften. Er stellt den Kampf der Juden gegen die Philister dar, wonach er mit einem Eselskinnbacken bei Lehi 1000 Philister erschlagen hat. Die meisten der Figuren tragen einen solchen Kieferknochen als Symbol der Stärke bei sich. Viele Mythen, Legenden und Vermutungen ranken sich um die Riesenfigur aus dem Salzburger Lungau. Bereits 2010 wurde das Samsontragen in das UNESCO-Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich eingetragen.

Der Samson ist bis zu 6,5 m hoch und wiegt rund 85 kg. Im inneralpinen Raum gibt es zwölfdieser Samsonfiguren, zehn Samsone davon im Lungau (Mariapfarr, Mauterndorf, Muhr, Ramingstein, St. Andrä, St. Margarethen, St. Michael, Tamsweg, Unternberg und Wölting) und zwei in der angrenzenden Steiermark (Krakaudorf und Murau).

Diese biblische Heldenfigur ist das Wahrzeichen des Salzburger Lungaus. Deshalb wird er bei Festen gerne gezeigt. Er wird auf den Schultern eines starken Junggesellen getragen, der das Gewicht der Reisenfigur mittels eines Gerüstes im Inneren des hohlen Körpers geschickt zu balancieren weiß. Die Faszination der Riesen packt Jung und Alt sowie Einheimische und Gäste genauso.

Sommermalakademie mit Prof. Reinhardt Sampl

Von Freitag 23. August bis Sonntag, 25. August 2019 findet in St. Andrä die Malakademie mit Prof. Reinhardt Sampl statt.

Lassen Sie sich von der Natur inspirieren und entfalten Sie ihre Kreativität. Kursziel ist das Bekanntmachen mit der Farbenlehre, sowie der Aquarelltechnik, vom Trockenaquarell – Schichttechnik bis zur Nass in Nasstechnik und Umgang mit Malutensilien. Erzielen von Tiefenwirkungen und Umsetzen von Stimmungen in der Natur.

Treffpunkt ist am Freitag um 10:00 Uhr beim Gasthof Andlwirt

Anmeldung bitte beim Tourismusverband Tourismus Lungau, Infostelle St Andrä, Tel.: 06474/2147, E-Mail: st.andrae@lungau.at

Richtstättenweg

Am Passeggen

Am Passeggen befinden sich zwei historische Plätze, die vor allem zur Zeit der Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert Schauplätze grausamer, öffentlicher Hinrichtungen waren.

Auf großflächigen Tafeln kann man sich in die Lebensumstände des 17. Jahrhunderts, die Gerichtsprozesse und die Verurteilten des Lungaus hineinversetzen.
Zwei Historiker, die Experten auf dem Gebiet der Hexenverfolgung sind, schreiben in eindrucksvollen Texten über Mythen, Wahn und Wirklichkeit der damaligen Zeit.
Entlang von Wiesen und Wäldern, mit herrlichem Ausblick in die Bergwelt ist dieser Rundweg nicht nur ein idealer Ausflug für neugierige und interessierte Erwachsene, auch Kinder können auf eine spannende Zeitreise gehen! Am Familienrundwanderweg erfahren Kinder in zahlreichen Spielstationen wie die Menschen hier lebten.

Wallfahrtskirche

St. Leonhard ob Tamsweg

Neben Mariazell und St. Wolfgang zählte die Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg im Spätmittelalter zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten auf dem heutigen österreichischen Staatsgebiet. Als 1421 dreimal das aus der Pfarrkirche Tamsweg verschwundene Leonhardbild auf dem Schwarzenberg gefunden wurde, ist nach einer einsetzenden Wallfahrt und umfangreichen Spenden der Salzburger Baumeister Peter Harperger beauftragt worden, eine Wallfahrtskirche zu bauen. Am 20. September 1433 wurde diese vom Bischof Johann Ebser von Chiemsee geweiht.

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